Es war eine besondere Zeremonie in einer besonderen Zeit: Am Abend des 26. November wurden im Nikolaisaal in Potsdam die Kulturmarken-Awards verliehen. In einer digitalen Übertragung, mit einem kleinen Team von Preisträgern, Laudatoren und Machern – und großen Emotionen europaweit.

Mit dem Kulturmarken-Preis, 2006 ins Leben gerufen und nun zum 15. Mal verliehen, werden Kulturanbieter und Projekte geehrt, die sich durch innovative Marketingideen in der Kulturlandschaft Europas hervorgetan haben – auch im schwierigen Corona-Jahr. Die DW unterstützt den Preis, für den es in diesem Jahr 112 Bewerbungen gab – von Regionen, Institutionen und Kulturproduzierenden aus ganz Europa. Der Kulturpreis wird von einer 42-köpfigen Expertenjury in acht Wettbewerbskategorien vergeben. 

„And the winner is…“: The European Union Youth Orchestra

„Drei großartige Finalisten. Ein großartiger Gewinner!“ – in der Kategorie „European Cultural Brand of the Year 2020“ verkündete Rolf Rische (DW) den Sieger: das European Union Youth Orchestra (EUYO). Der Klangkörper, bestehend aus jungen europäischen Musikern aus allen EU-Nationen, setzte sich gegen die Stiftung Mozarteum Salzburg und das Europäische Hansemuseum Lübeck durch.

Ganz Europa in einem Orchester: das EUYO, mit Maestro Vasily Petrenko

1976 gegründet, gehört das EUYO zu den ältesten internationalen Jugendorchestern der Welt. Seitdem spielte es über eintausend Konzerte auf fünf Kontinenten, Chefdirigenten wie Claudio Abbado oder Vladimir Ashkenazy und Gastdirigenten wie Herbert von Karajan, Daniel Barenboim und Leonard Bernstein standen schon am Pult. Seit 2015 leitet Maestro Vasily Petrenko das EUYO. 

Die Idee des Orchesters: Junge Musiker aus allen 27 EU-Ländern gestalten ein gemeinsames musikalisches und Lebens-Projekt. 160 Musikerinnen und Musiker werden jedes Jahr unter tausenden Bewerberinnen und Bewerbern aus allen EU-Mitgliedsstaaten ausgewählt. Die Kandidaten sind zwischen 16 und 26 und stellen sich in ihrem…