1. Wedemeyers Tor geht um die Welt

Es kann nicht oft genug gesagt werden: Die Frauen-Bundesliga muss weltweit sichtbarer und zugänglicher werden. VfL Wolfsburgs Verteidigerin Joelle Wedemeyer hat am Freitagabend ein Tor gegen Eintracht Frankfurt, das man gesehen haben muss, um es zu glauben. Die 24-Jährige zog über links Richtung Strafraum, nahm sich ein Herz und hämmerte die Kugel aus gut 20 Metern mit einem satten Schuss ins Tor. Unmittelbar danach wurden unzählige Clips der Eurosport-Übertragung in den sozialen Netzwerken geteilt – vor allem die unglaubliche Flugkurve des Balls hat Fans auf der ganzen Welt sprachlos gemacht. Selbst die ehemalige USA-Torfrau Hope Solo hat den Ausschnitt auf ihrer Twitterseite geteilt und war beeindruckt.

Erst vergangene Woche hatte ein Tor von Manchester United’s Tobin Heath für Millionen Aufrufe auf Twitter gesorgt. Wedemeyers Treffer hätte ebenfalls Potential für solche Zahlen. Zwar sind 100.000 Aufrufe auch schon eine beachtliche Menge, doch man kann sich gut ausmalen, was möglich wäre, wenn die deutsche Liga und die deutschen Vereine in Sachen Marketing und Social-Media-Präsenz beispielsweise auf dem Stand der englischen Liga und Vereine wären. 

2. SGS Essen wieder auf Kurs

Die SGS Essen hatte es in der Vergangenheit nicht immer einfach. Während die Essenerinnen in manchen Spielzeiten zu den besten Teams der Liga zählten, hatten sie oft auch Schwierigkeiten aufgrund immer wieder eintretender Umbrüche innerhalb des Kaders. Der Verein aus Schönebeck war schon immer eine wichtige Anlaufstelle für Talente, die dort zu gestandenen Spielerinnen reiften und dann zu größeren Klubs wechselten. Erst vor dieser Saison verlor die SGS mit Marina Hegering, Lea Schüller (beide FC Bayern München), Lena Oberdorf (VfL Wolfsburg) und Turid Knaak (Atletico Madrid) gleich vier deutsche National- und Schlüsselspielerinnen.

Nach den ersten fünf Spieltagen standen vier Niederlagen und ein Sieg auf dem Konto der Essenerinnen. Aber die…