Die Komik gilt in der Unterhaltungsbranche als eines der schwierigsten Genres, weil sie eine enorme Disziplin erfordert. Doch ebenso schwierig fällt manchen Komikern der Übergang ins ernste Fach. Der Regisseur und Drehbuchautor Terry Gilliam zählt zu jenen, denen dieses Kunststück geglückt ist.

Gilliam kam am 22. November 1940 im US-Bundesstaat Minnesota zur Welt, später studierte er Politik in Los Angeles, ehe er nach New York zog und als Zeichner des Satiremagazins „Help!“ arbeitete. Darüber lernte er den Briten John Cleese kennen, der für das Heft schrieb.

Nach einer langen Rundreise durch Europa entschied sich Gilliam 1967, Amerika den Rücken zu kehren. Wegen der Sprache wählte er London als neue Heimat, wo ihm John Cleese einen Job bei der BBC vermittelte. Dort traf Gilliam bald auf Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin – neben Graham Chapman die spätere Crew von Monty Python. Für deren TV-Reihe „Monty Python’s Flying Circus“ zeichnete Gilliam ab 1969 zunächst die Trickfilme, ehe er kurz darauf das sechste Mitglied der Gruppe wurde.

Die Monty-Python Truppe 1982: Michael Palin, Terry Jones, Eric Idle, Graham Chapman, Terry Gilliam und John Cleese (v.l.)

Gilliam trat zwar auch als Schauspieler der Gruppe auf, war aber vor allem deren Autor und Regisseur, ein Strippenzieher hinter der Kamera. Die Show wurde mit ihren absurden und häufig ohne Pointen endenden Sketchen anfangs von der BBC und dem Publikum gleichermaßen kritisch beäugt – traf aber letztlich einen Nerv: Der „Flying Circus“ wurde ein jahrelanger Erfolg. Ihm verdankt Gilliam auch sein privates Glück, am Set lernte er die Kostümdesignerin Maggie Weston kennen, mit der er seit 1973 verheiratet ist. Das Paar hat zwei Töchter und einen Sohn.

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Nach dem Ende des „Flying Circus“ dann war das erste Mal ein Kinofilm dran: Zusammen mit Terry Jones führte Gilliam 1975 Regie bei dem Klassiker „Die Ritter der Kokosnuss“. „Ich habe nie gelernt, wie…