Rasche Verabschiedung geplant
Koalition will Frauenquote in Vorständen voranbringen

Die Koalition einigt sich grundsätzlich auf eine Frauenquote in Vorständen. Foto: dpa

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Im Vorstand vieler deutscher Firmen sitzt keine einzige Frau. Das will die Koalition nach langem Ringen bei großen Unternehmen ändern – und zwar möglichst schnell. Die Reaktionen von Opposition, Wirtschaft und Experten fallen durchwachsen aus.

Nach der grundsätzlichen Einigung auf eine verbindliche Frauenquote in Vorständen dringen Politikerinnen der schwarz-roten Koalition auf eine rasche Verabschiedung des geplanten Gesetzes.

«Wir wollen, dass der Gesetzgebungsprozess unbedingt noch vor der Bundestagswahl abgeschlossen wird», sagte Unionsfraktionsvize Nadine Schön (CDU) am Sonntag in einem Online-Pressegespräch. «Deshalb haben wir das Gesetz so angelegt, dass es nicht mitbestimmungspflichtig durch den Bundesrat wird.» In der Opposition, der Wirtschaft und bei Experten stößt die angepeilte Quote auf geteiltes Echo.

Der Einigung vom Freitagabend zufolge muss in Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern spätestens ab einer Neubesetzung ein Mitglied…