Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat das internationale Abkommen gegen die Klimaerwärmung als »sehr unfair und einseitig« bezeichnet. Das Ziel des Abkommens von Paris sei es gewesen, »die amerikanische Wirtschaft zu töten«, sagte Trump in einer am Sonntag veröffentlichten Videobotschaft beim G20-Gipfel. Die USA seien unter seiner Führung aus dem Abkommen ausgetreten, um nicht »Millionen amerikanischer Jobs und Billionen Dollar« an die »schlimmsten Umweltverschmutzer der Welt« zu verlieren, sagte er.

Trump behauptete ohne Belege, seine Regierung habe auch ohne »einseitige internationale Abkommen« viel getan, um die Umwelt zu schützen. Tatsächlich hat der bisherige US-Präsident während seiner Amtszeit zahlreiche Umweltschutzbestimmungen aufgehoben. Trumps Meinung stand in direktem Widerspruch zur Haltung aller übrigen führenden Wirtschaftsmächte des Gipfeltreffens, die das Pariser Abkommen unterzeichnet haben und für den Klimaschutz werben.

Xi und Modi werben für Kampf gegen Klimawandel

Vor Trumps Botschaft hatten etwa Chinas Präsident Xi Jinping, der japanische Ministerpräsident Yoshihide Sugo und der indische Ministerpräsident Narendra Modi eine stärkere internationale Zusammenarbeit beim Kampf gegen die Klimakrise gefordert. Modi verlangte dabei auch einen verstärkten Technologietransfer von Industriestaaten zu Entwicklungsländern. Australiens Premierminister Scott Morrison verwies auf die Notwendigkeit, die Meere von Plastikmüll zu säubern.

Das vom Gastgeber Saudi-Arabien ausgerichtete G20-Gipfeltreffen fand wegen der Corona-Pandemie als Videoschalte statt. Gemeinsam repräsentieren die Mitglieder der G20 mehr als 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und zwei Drittel der Weltbevölkerung. Die G20-Staaten, darunter auch Deutschland, wollen am Sonntag eine gemeinsame Erklärung verabschieden, in der es auch um Klimaschutz geht.

Der demokratische Wahlsieger Joe Biden hat bereits erklärt, dass die USA unter seiner Führung dem…