Die Bundesregierung will der durch die Corona-Pandemie hart getroffenen Luftfahrtbranche noch einmal zur Seite springen. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte am Sonntag entsprechende Pläne, über die das »Handelsblatt« zuvor berichtet hatte. Die Branche hatte solche Hilfen im Vorfeld des Luftverkehrsgipfels Anfang November gefordert, eine Zusage der Bundesregierung gab es dort aber noch nicht.

Der Zeitung zufolge will die Regierung nun gemeinsam mit den Ländern und den Luftverkehrsverbänden eine Strategie entwickeln und mit anderen Staaten sogenannte »sichere Korridore« definieren. Dadurch sollen Langstreckenflüge wieder ermöglicht und die Einreisebeschränkungen aufgehoben werden. Auch sollen die Quarantäneregeln zugunsten von Testkonzepten ersetzt werden.

Ein erstes Treffen, an dem neben dem Verkehrsministerium auch das Innen- und das Wirtschaftsressort sowie das Auswärtige Amt teilnehmen sollen, ist demnach für Anfang Dezember geplant.

Länder wollen wohl mitziehen – unter einer Bedingung

Kurzfristig plane der Bund Hilfen von einer Milliarde Euro, hieß es in dem Bericht. Das Geld soll demnach dem Hauptstadtflughafen BER, den Flughäfen der Länder sowie der Deutschen Flugsicherung zugutekommen.

Insbesondere zu den Finanzhilfen werde es allerdings noch weitere Abstimmungen geben, hieß es aus dem Verkehrsministerium. »Wir arbeiten mit Hochdruck daran.« Laut »Handelsblatt« würde der Bund nach den bisherigen Überlegungen eine halbe Milliarde Euro übernehmen, der Rest solle von den Ländern kommen. Die hätten überwiegend zustimmend reagiert, wollten aber ihre bereits angekündigte Finanzhilfen einrechnen. Allein Nordrhein-Westfalen unterstützt den Flughafen Düsseldorf mit einem vom Land abgesicherten Kredit in Höhe von 250 Millionen Euro.

Mitte des Monats war herausgekommen, dass die Planung der BER-Betreiber für 2021 im schlimmsten Fall Finanzhilfen von Bund und Ländern von bis zu 660 Millionen Euro erfordert. In diesem Jahr sind es 300…