«Verschwiegenheitspflicht»
Wirecard-Ausschuss: Wirtschaftsprüfer wollen nicht aussagen

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Wirecard, Markus Braun, sagt im Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestages aus. Foto: Fabrizio Bensch/Reuters Images Europe/Pool/dpa

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Der Insolvenzverwalter hatte die Wirtschaftsprüfer der Beratungsgesellschaft EY von ihrer Verschwiegenheitspflicht entbunden. Aussage wollen sie dennoch nicht.

Die vorgeladenen Wirtschaftsprüfer wollen im Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Bilanzskandal in der kommenden Woche nicht aussagen. Das geht aus drei Anwaltsschreiben an den Ausschuss hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Demnach berufen sich die Mitarbeiter der Gesellschaft EY auf ihre Verschwiegenheitspflicht als Wirtschaftsprüfer. Dass der Insolvenzverwalter sie davon entbunden habe, ändere nichts, erklären die Anwälte in den Schreiben.

EY hatte als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Jahresabschlüsse von Wirecard geprüft. Das Unternehmen steht in der Kritik, weil der Milliardenbetrug dabei nicht früher entdeckt wurde. Am kommenden Donnerstag sollten die Prüfer im Ausschuss befragt werden.