Die US-Regierung will Nord Stream 2 kurz vor Fertigstellung unbedingt verhindern. Derzeit kontaktiert sie europäische Firmen und warnt sie vor bevorstehenden ersten Sanktionen. Wer für Nord Stream 2 auf einen Wechsel im Weißen Haus gehofft hat, dürfte enttäuscht werden.

Die US-Regierung sieht die deutsch-russische Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 auf den letzten Metern vor dem Aus und erhöht den Sanktionsdruck auf beteiligte europäische Unternehmen.

«Diese Pipeline findet nicht statt», sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur dpa in Washington. «So sieht eine sterbende Pipeline aus.» Die Regierung habe eine Anzahl Unternehmen und Personen identifiziert, denen nach dem Sanktionsgesetz gegen Nord Stream 2 erste Strafmaßnahmen drohten.

Die Betroffenen würden derzeit kontaktiert und über die drohenden Sanktionen informiert. «Die USA wollen keine Sanktionen gegen europäische Unternehmen verhängen müssen. Wir machen diese Anrufe, um sie zu warnen und ihnen Zeit zum Aussteigen zu geben», sagte der Regierungsvertreter. Die Abwicklung von Aktivitäten im Zusammenhang mit Nord Stream 2 werde nicht mit Sanktionen belegt.

«Anstatt mehr Geld in die Nord-Stream-2-Pipeline und damit zusammenhängende Aktivitäten zu stecken, wären Unternehmen besser beraten, Klauseln über höhere Gewalt anzuwenden, um ihre Beteiligung an Nord Stream 2 rückgängig…