Es ging wie so oft um mehr Geld. „Um die Pandemie einzudämmen, muss der Zugang zur Impfung für jedes Land möglich und bezahlbar sein. Dazu reichen die bisher zugesagten Mittel noch nicht aus“, sagte Merkel bei der virtuellen Konferenz der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer. „Daher bitte ich Sie alle, diese wichtige Initiative zu unterstützen.“ Ziel der Kampagne der internationalen Impfstoff-Plattform COVAX (COVID-19 Vaccines Global Access) ist es, bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen zu verteilen.

Es fehlen noch sechs Milliarden US-Dollar

Für diese Initiative kamen laut Merkel bereits knapp fünf Milliarden US-Dollar (4,2 Milliarden Euro) zusammen. Deutschland stellt mehr als eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung, wie die Kanzlerin ergänzte. Bis Ende 2021 werden allerdings insgesamt elf Milliarden US-Dollar benötigt.

An der Plattform beteiligen sich 150 Länder, darunter auch China, nicht aber die USA. Es gibt Warnungen, dass die ärmeren Länder nicht genug Impfstoffe bekommen könnten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte deshalb, es müsse vermieden werden, „dass nur Reiche Zugang haben“. Über die Verteilung dürfe nicht die Kaufkraft der Länder entscheiden.

Präsident Wladimir Putin warb für den russischen Impfstoff „Sputnik-V“

Russland und China wollen mitarbeiten

Russlands Präsident Wladimir Putin bot der internationalen Gemeinschaft einen breiten Zugang zu dem in seinem Land entwickelten Impfstoff „Sputnik-V“ an. Er unterstütze die Entscheidung des G20-Gipfels, die Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung des Planeten zugänglich zu machen, sagte der 68-Jährige.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping will im Kampf gegen die Pandemie die Kooperation mit anderen Ländern bei der Forschung, Entwicklung, Produktion und Verteilung von Impfstoffen verstärken. 

Saudi-Arabiens König Salman ibn Abd al-Aziz mahnte als Gipfel-Gastgeber ebenfalls, es müsse genug bezahlbarer Impfstoff für…