„Sentinel-6 Michael Freilich“
Neuer Esa-Satellit hat Meeresspiegel im Blick: Alle zehn Tage ein Bild der globalen Lage

Wird ständig millimetergenaue Messungen des Anstiegs des Meeresspiegels liefern: Esa-Satellit „Sentinel-6“, der am Samstagabend ins All geschossen wird.

© Esa / AFP

Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht Hafenstädte und Küstenlandschaften. Dank eines neuen Esa-Satelliten wird die Entwicklung künftig millimetergenau verfolgt. Wichtige Daten, um den Folgen der Erderwärmung zu begegnen.

Küstenstädte könnten regelmäßig unter Wasser stehen, Hurrikane und Sturmfluten an vernichtender Kraft gewinnen und Inselparadiese im Meer versinken. Der Anstieg des Meeresspiegels zählt zu den größten Bedrohungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Der Weltklimarat IPCC geht davon aus, dass die Meere bei ungebremster Erderwärmung schon bis Ende des Jahrhunderts mehr als einen Meter ansteigen könnten. Das dürfte dann nicht nur für die Malediven im Indischen Ozean zum Problem werden, deren höchste Erhebung gerade einmal gut zwei Meter misst. Auch Küsten und Städte Europas wären in Gefahr.

Um den Anstieg des Meeresspiegels zu vermessen und zu kartieren, wollen Wissenschaftler mit einem neuen Erdbeobachtungssatelliten aus dem Weltraum auf die Ozeane schauen – präziser als je zuvor. „Sentinel 6 Michael…