Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich auf dem G20-Gipfel für eine engere internationale Zusammenarbeit bei der Distribution Verbreitung eines Corona-Impfstoffes ausgesprochen. »Um die Pandemie einzudämmen, muss der Zugang zur Impfung für jedes Land möglich und bezahlbar sein«, sagte Merkel am Samstag laut Redemanuskript. Die bisher zugesagten Mittel reichten dafür jedoch nicht aus, hieß es demnach von Merkel bei der Konferenz der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer. Die Konferenz findet aufgrund der Corona-Pandemie virtuell als Videoschalte statt.

Merkel warb für eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und für Unterstützung der Covax-Initiative, mit der wohlhabende Länder Impfstoffdosen an ärmere Staaten weitergeben wollen. »Um die Pandemie einzudämmen, muss der Zugang zur Impfung für jedes Land möglich und bezahlbar sein. Dazu reichen die bisher zugesagten Mittel noch nicht aus«, so Merkel, die im Kanzleramt in Berlin gemeinsam mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) zu den Beratungen geschaltet war.

Merkelt wirbt für mehr internationale Zusammenarbeit

Multilaterale Zusammenarbeit sei der Schlüssel zur Corona-Bekämpfung, sagte die Kanzlerin laut Manuskript. Die Äußerungen Merkels konnten auch als Spitze gegen US-Präsident Donald Trump verstanden werden, der eine protektionistische Politik des »Amerika zuerst« vertritt und internationalen Organisationen ablehnend gegenübersteht. Noch ist unsicher, ob die Stärkung der WHO in der gemeinsamen Schlusserklärung auftauchen wird, da die USA unter US-Präsident Donald Trump die WHO verlassen haben.

Der amtierende US-Präsident hat das Gipfeltreffen der G20-Staaten derweil vorzeitig verlassen. Nach weniger als zwei Stunden in der Videoschalte fuhr er zu einem seiner Golfplätze, wie mitreisende Journalisten berichteten. Zuvor lobte er nach Teilnehmerangaben in seinem Redebeitrag vor allem das amerikanische Vorgehen in der Corona-Krise und sagte, dass die…