Meinung

Einigung in GroKo
Überfällige Frauenquote: Mindestbeteiligung statt großer Wurf

Es hätte ein großer Wurf werden können – doch das Gesetz zur Frauenquote bleibt ein Kompromiss

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von Sarah Stendel
21.11.2020, 12:26 Uhr

Das Gesetz zur Frauenquote soll ausgeweitet werden, darauf hat sich die GroKo offenbar verständigt. Doch die Einigung betrifft weit weniger Firmen als gedacht  – und ist der dramatischen Situation nicht angemessen.

Es war ein längst überfälliger Gesetzesentwurf, den die SPD-Ministerinnen Franziska Giffey und Christine Lambrecht Anfang des Jahres vorgelegt hatten. Die Frauenquote sollte von den Aufsichtsräten auch auf Vorstände bestimmter Unternehmen ausgeweitet werden. Und noch viel mutiger: Alle Leitungspositionen im öffentlichen Dienst sollten bis 2025 gleichberechtigt besetzt werden, zur Hälfte mit Frauen also. Auch in den bundeseigenen Firmen und Körperschaften öffentlichen Rechts – von Sparkassen bis zu Ärztekammern. Bisher scheiterte das Ganze am Widerstand der CDU. Jetzt hat die GroKo innerhalb einer Arbeitsgruppe ein Einigung erzielt, immerhin – doch die ist weit weg vom großen Wurf.

Statt der…