Was für ein Tag für Erling Haaland! Zunächst erhält der Norweger am Mittag die gute Nachricht, dass er zum „Golden Boy“ des Jahres gekürt wurde – und dann zeigt er am Abend einmal mehr, warum seine Wahl die richtige ist. Die Auszeichnung für den besten U21-Spieler in Europa wird seit 2003 nach einer Abstimmung der der italienischen Zeitung „Tuttosport“ unter europäischen Sportjournalisten vergeben.

Der „Golden Boy“ trifft nach Schablone

Als einen „Tsunami aus Fleisch und Blut“ hatte „Tuttosport“ den bulligen BVB-Stürmer bezeichnet und Tsunami-artig fiel er auch nach dem Wiederanpfiff im späten Samstagabend-Spiel seiner Dortmunder bei Hertha BSC über den Gegner her. Nachdem die Hertha den BVB mit einem Tor kurz vor der Halbzeitpause geschockt hatte, gab der Norweger den Berlinern nach Wiederanpfiff keine Gelegenheit, sich an die Freude über die Führung zu gewöhnen. Innerhalb von noch nicht einmal 180 Sekunden drehte er die Partie mit zwei Treffern, die auf eine für Haaland typische Art fielen.

Nummer eins – das Tor zum 1:1 – hat man so oder so ähnlich vom 20-Jährigen schon oft gesehen. Die BVB-Offensive setzt den gegnerischen Strafraum unter Druck, der Ball wird schräg nach außen in die Tiefe gespielt, es folgt eine angeschnittene, scharfe Flanke, und am langen Pfosten, hinter dem geschlagenen Torwart, wartet Haaland, der nur noch einschieben muss.

Oft gesehen, trotzdem kaum zu verteidigen: Erling Haaland trifft zum Ausgleich für den BVB

Nummer zwei – die 2:1-Führung – folgte dem nächsten Haaland Schnittmuster: Der Norweger startet in die Tiefe, wird im richtigen Moment mit einem Pass bedient. Den Gegenspieler hat er da bereits in seinem Rücken und aus vollem Lauf und direkt schließt er ab. Normalerweise prügelt Haaland die Schüsse über den heraneilenden Torwart hinweg hoch ins Tor, diesmal wuchtete er den Ball flach ins lange Eck.

Wie lange noch in Dortmund?

Dass Haaland später auch noch das 3:1 und den Treffer zum 5:2-Endstand beisteuerte -…