Dutzende Zivilisten bei Granatenhagel in Kabul getötet

Afhganische Sicherheitskräfte mit schwerem Geschütz in Kabul. Bereits im August hatte es einen ähnlichen Angriff gegeben. Foto: Jawad Jalali/EPA/dpa

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Trotz Friedensgesprächen geht der Konflikt in Afghanistan weiter. Der Vizepräsident wollte persönlich für Sicherheit in der Hauptstadt sorgen. Nun erschüttert ein Mörserangriff die Millionenstadt.

Beim Einschlag zahlreicher Mörsergranaten in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens acht Menschen getötet worden.

Weitere 31 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Demnach schlugen 23 Granaten überwiegend in Wohngebieten ein. Zunächst bekannte sich niemand zu der Mörserattacke.

In der schwer gesicherten Grünen Zone im Herzen Kabuls lösten Augenzeugen zufolge mehrere Botschaften Alarm aus. Der Staatssender RTA veröffentlichte Fotos eines ausgebrannten Kleinlasters, von dem die Granaten abgefeuert worden sein sollen. Die militant-islamistischen Taliban dementierten, für die Attacke verantwortlich zu sein.