Biden gewann den traditionell konservativen Bundesstaat mit nur rund 12.000 Stimmen Vorsprung vor Amtsinhaber Donald Trump. Die Wahldokumente werden nun an Georgias Gouverneur Brian Kemp übermittelt. Er gehört wie der noch amtierende Präsident Trump den Republikanern an.

Folgt der Neuauszählung die Neuauszählung?

Das weitere Verfahren sieht vor, dass Kemp binnen 24 Stunden die Zahlen bestätigt und damit die 16 Wahlleute des Bundesstaates beauftragt, am 14. Dezember für Biden als Präsidenten zu stimmen. Der unterlegene Präsident Trump hat danach Zeit bis inklusive Dienstag, eine weitere Neuauszählung der Stimmen zu beantragen.

Fünf Millionen Stimmzettel mussten per Hand neu ausgezählt werden

Die Wahlbehörden in Georgia hatten auf eigene Initiative alle rund fünf Millionen abgegebenen Stimmzettel per Hand neu ausgezählt. Bidens Vorsprung auf Trump schmolz dabei, dies aber nur minimal. Er gewann Georgia – als erster demokratischer Präsidentschaftskandidat seit Bill Clinton im Jahr 1992.

Biden hat insgesamt 306 der landesweit 538 Wahlleute gewonnen. Für einen Sieg bei der Präsidentschaftswahl brauchte er mindestens 270 Wahlleute. Trump erkennt seine Niederlage gegen Biden trotz des klaren Vorsprungs des Demokraten bislang nicht an und prangert – ohne Beweise – angeblichen massiven Wahlbetrug an. Klagen seiner Anwälte gegen Wahlergebnisse in Georgia genauso wie in mehreren anderen Bundesstaaten sind vor Gericht gescheitert.

haz/ack (afp,rtr, ap)