Auf den Kanarischen Inseln
Migrationskrise: Spanien setzt auf Notlager und Abschiebungen

Migranten aus Marokko lassen ihre Temperatur messen, nachdem sie mit einem Holzboot an der Küste von Gran Canaria angekommen sind. Foto: Javier Bauluz/AP/dpa

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Die Zahl afrikanischer Migranten auf den Kanaren steigt seit Wochen. Spaniens Regierung weigert sich, die Ankömmlinge auf das Festland zu bringen, um die Inseln zu entlasten. Madrid setzt auf Abschiebungen. Und macht Druck auf Organisationen und Herkunftsländer.

Zur Lösung der sich dramatisch zuspitzenden Migrationskrise auf den Kanarischen Inseln setzt Spanien auf die Errichtung von Notlagern für Tausende – aber auch auf schnellere Abschiebungen ungeachtet der Corona-Pandemie.

Zu diesem Zweck startete die linke Regierung in Madrid eine diplomatische Offensive in den Herkunftsländern der Migranten.

Seit Wochen wagen immer mehr Afrikaner die gefährliche Überfahrt auf die Kanaren. In diesem Jahr trafen bereits mehr als 18.000 in kleinen Holzbooten dort ein. Das bedeutet eine Steigerung von 1000 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein 9000 kamen in den vergangenen vier Wochen an. In den vergangenen Tagen ging die Zahl der Ankommendem wegen…