Der Anwalt von Noch-Präsident Donald Trump, Rudy Giuliani, hat in Washington eine weitere denkwürdige Pressekonferenz gehalten. Er redete sich derart in Rage, das selbst sein Haarfärbemittel irgendwann das Weite suchte. Erneut versuchte Giuliani darzulegen, dass sein Mandant die US-Wahl gewonnen habe. Beweise dafür lieferte er nicht. Stattdessen gab es lediglich 90 Minuten längst widerlegter abenteuerlicher Konstrukte. 

Rudy Giuliani, Anwalt von Donald Trump 
»Das Unternehmen, das unsere Wahlstimmen zählt, mit der Kontrolle über unsere Stimmen, gehört zwei Venezolanern, die Verbündete von Chavez waren. Sie sind derzeit Verbündete von Maduro mit einem Unternehmen, dessen Vorsitzender ein enger Mitarbeiter und Geschäftspartner von George Soros ist, dem größten Geldgeber der Demokratischen Partei, dem größten Geldgeber der Antifa und dem größten Geldgeber von ›Black Lives Matter‹. Meine Güte! Was müssen wir tun, damit Sie unserem Volk die Wahrheit präsentieren?« 

Für »die Wahrheit« wären nur eben stichhaltige Beweise hilfreich. Viele der spezifischen Behauptungen von Trumps Anwalt-Team wurden hingegen bereits von Wahl-Sicherheitsexperten und zahlreichen Wahlleitern beider Parteien aus dem ganzen Land widerlegt. Die völlig unbelegte Erzählung von der kommunistischen Verschwörung gegen die USA nährte indes auch Giulianis Kollegin.

Sidney Powell, Wahlkamp-Anwältin von Donald Trump 
»Womit wir es hier wirklich zu tun haben und was von Tag zu Tag mehr ans Licht tritt, ist der massive Einfluss kommunistischer Gelder durch Venezuela, Kuba und wahrscheinlich China und die Einmischung in unsere Wahlen hier in den Vereinigten Staaten.« 

Und dann packt Giuliani  noch das ganz große Verschwörungsbesteck aus – und liefert eine seiner Ansicht nach »logische Schlussfolgerung«. 

Rudy Giuliani, Anwalt von Donald Trump  
»Ich denke, die logische Schlussfolgerung ist, dass dies ein üblicher Plan…