Großstädte in Deutschland
Prognose: Metropolen wachsen nicht mehr so stark

Raus aus der Stadt: Einer Prognose zufolge werden in den nächsten Jahren mehr Menschen ins Umland abwandern. Foto: Marius Becker/dpa

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Die starke Zuwanderung von Fachkräften hat in den vergangenen Jahren die Großstädte in Deutschland anschwellen lassen. Nun aber dämpft die Corona-Krise den Boom. Das könnte die Wohnungsmärkte entlasten.

Die Bevölkerung in Deutschland wird laut einer Prognose bis 2035 gerade in den Ballungsräumen wachsen – wenn auch nicht mehr so stark.

Die Corona-Krise dämpfe die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland in die Großstädte, heißt es in einer neuen Analyse des Hamburger GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung. Zudem wanderten mehr Menschen in das Umland ab.

Getragen von den alten Bundesländern werde die Einwohnerzahl in der Bundesrepublik um 0,7 Prozent auf 83,7 Millionen steigen, sagen die Forscher voraus. Während die Bevölkerung in Westdeutschland um 1,4 Prozent bis 2035 wachsen dürfte, werde Ostdeutschland wohl 2,3 Prozent der Einwohner verlieren. Das habe auch Folgen für die Wohnungsmärkte, heißt es in der Studie, die der dpa vorliegt.