Fünf Jahre ist es her, seit ich „zehn ernsthafte Ratschläge, wie man locker durchs (Berufs)Leben kommt“ veröffentlicht habe. Seitdem ist viel passiert. Auf meine Bücher und die stern-Stimmen bekomme ich jede Menge Zuschriften, viele davon sehr persönlich und berührend. Von einer möchte ich hier erzählen, denn sie macht hoffentlich anderen Mut, gerade jetzt in Zeiten, die viele Menschen besonders belasten.

Vor ein paar Wochen bekam ich eine E-Mail auf meine Kontaktadresse bei stern.de, eine Frau hat sie verfasst. Sie mag meine Kolumnen: „Die haben so eine wunderbare Leichtigkeit und bereiten mir immer Freude“, schrieb sie mir in einer langen persönlichen Nachricht.

Sie berichtete aber auch von ihrem Mann. Seit dem Abitur sind sie zusammen, die ganz große Liebe, „zwei tolle Kinder voller Energie und mit vielen Träumen“ krönen ihre lange Beziehung. Es geht ihnen finanziell gut, im Sommer waren sie immer in der Sonne, im Winter im Schnee. Jetzt sind sie nur noch zu Hause. Wie so viele in diesem Jahr, in dem Corona die Welt verändert hat. Ihr Mann wäre „emotional weit weg“, würde mehr und mehr grübeln, hätte in ihren Augen depressive Züge. „Das enge und starke Band, das uns über all die Jahre immer verbunden hat, wird täglich dünner“, las ich.