Acht Monate haben US-Präsident Donald Trump und Chinas Machthaber Xi Jinping nicht mehr miteinander gesprochen. Beim Asien-Pazifik-Gipfel sind die Beiden nun virtuell wieder aufeinandergetroffen.

Trumps Auftritt war öffentlich allerdings nicht zu sehen: Gastgeber Malaysia unterbrach die Live-TV-Übertragung nach dem Auftakt, noch bevor Trump seine Rede hielt. Trumps Team twitterte indes fast ununterbrochen, während Xi Jinping sprach.

Zuletzt hatten Trump und Xi am 27. März am Telefon miteinander gesprochen – bevor die Corona-Pandemie so richtig losging. Danach lobte Trump Xi noch. Er bekundete »großen Respekt!«, und schrieb auf Twitter über das gemeinsame, »sehr gute« Gespräch: »China hat viel durchgemacht und ein gutes Verständnis von dem Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen«.

Danach verstärkten sich die Spannungen. Auf Handelskrieg, einen harten Kurs Pekings in Hongkong und die Verfolgung der Uiguren reagierten die USA mit Sanktionen. Inzwischen ist das Verhältnis zwischen den beiden größten Volkswirtschaften auf dem tiefsten Stand seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1979. Es ist von einem »neuen Kalten Krieg« die Rede. Trump lässt keine Gelegenheit aus, China die Schuld für das »China-Virus«, zuzuschieben – auch um von seinen eigenen Versäumnissen abzulenken, wie Kritiker sagen.

»Wir haben einen großen strategischen Erfolg im Kampf gegen das Virus erzielt«

Xi Jinping trat bei der Konferenz indes sehr selbstbewusst auf. Das bevölkerungsreichste Land hat das Virus seit dem Sommer weitgehend unter Kontrolle und zählt heute kaum noch Infektionen. Chinas Behörden bedienen sich strenger Maßnahmen, Quarantäne, Kontaktverfolgung und Einreisebeschränkungen. »Wir haben einen großen strategischen Erfolg im Kampf gegen das Virus erzielt«, sagte Xi Jinping am Vortag per Videoschalte vor Wirtschaftsführern.

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Auch sei es China gelungen, die Produktion wieder in Gang…