von Dieter Hoß
19.11.2020, 17:00 Uhr

Donald Trumps Weigerung, seine Wahlniederlage anzuerkennen, ist nicht nur eine Machtfrage. Wichtige Angelegenheiten, wie die Bekämpfung der Corona-Pandemie, stocken. Beamte der Trump-Regierung wollen da nicht mehr mitspielen.

Die Weigerung Donald Trumps, das Ergebnis der Präsidentenwahl anzuerkennen, setzt auch der eigenen Administration zu. Einige Regierungsbeamte betonen, dass die Blockadehaltung des amtierenden Präsidenten in erster Linie dem Land schadet – beispielsweise in Sicherheitsfragen und bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dessen ungeachtet wurde Mitarbeitern des Gesundheits- und Sozialswesens laut einem CNN-Bericht am Mittwoch ausdrücklich untersagt, mit Mitgliedern des Übergangsteams des Wahlsiegers Joe Biden auch nur zu reden. John Kelly, unter Trump von 2017 bis 2019 Stabschef im Weißen Haus, hatte die Haltung seines Ex-Chefs schon vor einigen Tagen in einem öffentlichen Statement scharf kritisiert. Einige aktuelle und frühere Beamte der Trump-Regierung wurden nun aktiv.

Nach Informationen von CNN hat „eine Handvoll“ derzeitiger Regierungsbeamter und nicht näher beschriebener „politischer Vertreter“, die in den letzten Monaten die Trump-Administration verlassen hätten, sozusagen hinter dem Rücken Trumps Kontakt zu Bidens Übergangsteam aufgenommen. Dabei handele es sich nach Auskunft aus dem Biden-Lager um informelle…