Die eingefleischten Fans von Werder Bremen dürften immer noch feuchte Augen bekommen, wenn sie daran zurückdenken: Es war der 8. Mai 2004, der Tag, an dem Ailton den Traum einer ganzen Stadt, einer großen Anhängerschaft wahr machte. Der blitzschnelle Brasilianer, der als Torjäger und einzigartige Bundesliga-Figur Kultstatus erlangte, erzielt das 3:0 für die Hanseaten im Münchener Olympiastadion. Nach den Treffern von Ivan Klasnic und Johan Micoud beseitigt der „Kugelblitz“, wie die Werder-Fans ihn liebevoll nennen, nach nur 35 Minuten die letzten Zweifel am Bremer Meistertitel. Es ist ein grandioser Triumph für die Hanseaten, die später auch noch mit dem Gewinn des DFB-Pokals das Double holen sollten. Bis heute eine der schlimmsten Demütigungen für den FC Bayern. Denn die Hanseaten setzten sich damit letztmalig in der großen Ära des Duells auch im Titelkampf durch. 

28 Bundesliga 2003/04: Werder-Ikone Ailton nach dem Double-Gewinn 2004

Historische Duelle

Diese Zeiten sind lange vorbei. In der Folge bewegten sich beide Klubs geradezu diametral auseinander. Den Bremern gelang zwar noch ein weiterer DFB-Pokalsieg (2009), aber der Trend ging von da an langsam aber stetig abwärts. Die Münchner dagegen haben seit diesem Tag im Mai 2004 zwölf Meisterschaften, neunmal den DFB-Pokal und zweimal die Champions League gewonnen. Bremen war letztmals 2010/11 in der europäischen Königsklasse vertreten. Die Millioneneinnahmen, die es dort zu verdienen gibt, fehlen den den Norddeutschen seitdem. Den Status eines Spitzenspiels hat das Duell zwischen Werder und dem FC Bayern längst verloren. 

Duelle wie das in der Saison 1994/95, als die Bremer schon einmal nach München reisten und mit einem Sieg die Meisterschaft hätten klarmachen können. Doch der Tabellensechste aus München machte den Bremern in einem furiosen Spiel (3:1) einen Strich durch die Rechnung, Borussia Dortmund ging am Ende als Sieger über die Bundesliga-Ziellinie und feierte den Titel.  

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