Angesichts der restriktiven Handelspolitik der USA gegenüber China setzt sich die Führung in Peking demonstrativ gegen Protektionismus und für Multilateralismus ein. In einer Video-Ansprache auf einem Forum von Wirtschaftsführern einen Tag vor dem Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur sagte Xi Jinping, China sei weit in die Weltwirtschaft integriert und „wird seine Türen zur Welt noch weiter öffnen“. China wolle „aktiv“ mit „allen Ländern, Regionen und Unternehmen kooperieren, die dies wollen“. Den Asien-Pazifik-Raum bezeichnete er als „Wegbereiter des globalen Wachstums“.

Xi rief zu größerer Kooperation im Kampf gegen das Coronavirus und zur Ankurbelung der Weltwirtschaft auf, die in die Rezession gerutscht ist. In einem indirekten Hinweis auf US-Präsident Donald Trump und seine „Amerika-Zuerst“-Politik sagte Xi Jinping: „Wachsender Unilateralismus, Protektionismus und Schikane sowie Gegenreaktionen auf die wirtschaftliche Globalisierung haben die Risiken und Ungewissheiten in der Weltwirtschaft verstärkt.“ Der Staatschef fügte hinzu: „Offenheit ermöglicht es einem Land, voranzukommen, während die Abschottung es aufhält.“

Der Staatschef kündigte außerdem eine Reduzierung der Zölle an. „Wir werden die Zölle und die behördlichen Kosten weiter senken und die Importe von hochwertigen Produkten und Dienstleistungen aus allen Ländern ausweiten“, sagte Xi. Die Volksrepublik strebe ein qualitativ hochwertigeres Wachstum an.

Die Rede Xi Jinpings wird per Videolink in Malaysia zu den APEC-Wirtschaftsführern übertragen

APEC-Treffen nur online

Wegen der Corona-Pandemie findet das von Malaysia organisierte APEC-Forum in diesem Jahr virtuell statt. Der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft gehören 21 Staaten an, darunter China, Russland und die USA. Die Organisation repräsentiert mehr als die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung und 39 Prozent der Weltbevölkerung.

Unklar ist noch, ob der abgewählte und äußerst…