«Unrechtmäßige Tötungen»
Schwere Vorwürfe gegen australische Soldaten in Afghanistan

Der Chef der australischen Verteidigungsstreitkräfte, Angus Campbell, stellt den Bericht vor. Foto: Mick Tsikas/AAP Pool/AP/dpa

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Es sind Enthüllungen, die nur schwer zu verkraften sind: Im Afghanistan-Krieg sollen australische Soldaten schwerste Kriegsverbrechen begangen haben.

Australische Soldaten haben einem Untersuchungsbericht zufolge bei ihrem Einsatz in Afghanistan Kriegsverbrechen begangen.

25 Mitglieder einer Sondereinheit hätten mindestens 39 Gefangene oder Zivilisten «unrechtmäßig» getötet, sagte der Chef der australischen Verteidigungsstreitkräfte, Angus Campbell, in Canberra bei der Veröffentlichung eines Berichts zum Verhalten australischer Soldaten im Afghanistan-Krieg. Aufgedeckt worden sei so eine «beschämende Bilanz» einer «egozentrischen Kriegerkultur». Die Ergebnisse wiesen auf «schwerste Verstöße» hinsichtlich militärischen Verhaltens und professioneller Werte hin.

Für den Report war der Generalinspekteur des australischen Militärs vier Jahre lang Hinweisen auf unrechtmäßige Tötungen und Verstöße gegen das Kriegsvölkerrecht zwischen 2005 und 2016…