«Schmerzhafte Schritte»
Bei Thyssenkrupp fallen 11.000 Stellen weg

Der angeschlagene Stahl-und Industriekonzern Thyssenkrupp will deutliche mehr Personal abbauen als bisher geplant. Foto: Marcel Kusch/dpa

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Thyssenkrupp steckt tief in der Krise. Die Corona-Pandemie hat die seit langem anhaltenden Probleme des Traditionskonzerns verschärft. Bei der Vorlage der Bilanz bestätigt Vorstandschefin Merz die Befürchtungen der Mitarbeiter.

Der angeschlagene Stahl-und Industriekonzern Thyssenkrupp will deutliche mehr Personal abbauen als bisher geplant.

In den kommenden drei Jahren sollen zusätzlich 5000 Stellen gestrichen werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanz für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2019/2020 mit. Den Abbau von 6000 Stellen hatte Thyssenkrupp bereits im vergangenen Jahr angekündigt. Insgesamt fallen damit 11.000 Stellen weg, 3600 davon sind bereits abgebaut.

«Wir sind noch nicht da, wo wir hin müssen. Die nächsten Schritte können schmerzhafter werden als die bisherigen. Wir werden sie dennoch gehen müssen», sagte Konzernchefin Martina Merz laut Mitteilung. Thyssenkrupp ließ offen, ob der Stellenabbau auch mit betriebsbedingten…