Lothar Wieler, RKI-Chef:

„Meine Damen und Herren, die Lage bezüglich Covid-19 in Deutschland ist weiterhin ernst, sehr ernst. Das Infektionsgeschehen scheint sich zu stabilisieren. Die Fallzahlen haben sich in den letzten beiden Wochen auf einem hohen Niveau stabilisiert. Sie steigen nicht weiter, zumindest aktuell. Und das ist eine gute Nachricht. Wir wissen aber nicht, ob das schon eine Trendwende ist. Wir sind noch lange nicht über den Berg. Die Fallzahlen haben sich stabilisiert. Ja, aber sie sind immer noch auf einem hohen Niveau. Durch die hohen Fallzahlen ist es möglich, dass manche Kliniken an ihre Grenzen kommen. Es ist möglich, dass Patienten nicht mehr überall optimal versorgt werden können. Und darum ist es unser Ziel, nach wie vor die Infektionen wieder auf ein Level zu bringen, mit dem sowohl die Gesundheitsämter als auch die Krankenhäuser – ja, meine Damen und Herren – mit dem wir alle umgehen können. Tatsache ist ja, dass die Maßnahmen wirken. Das sehen wir daran, dass die Fallzahlen ja nicht mehr steigen. Und wir sehen ja ein Plateau. Das heißt also, sie steigen nicht mehr. Das ist einfach mal ein guter Trend, eine gute Beobachtung. Und ich gehe davon aus, dass sie dann eben demnächst auch noch fallen. Welche Maßnahmen noch wie lange genau bleiben, das vermag ich Ihnen nicht zu sagen. Ja, wir werden das anhand dieser Zahlen beraten. Und die Entscheidungen dazu werden dann eben im politischen Umfeld getroffen. Das ist ganz klar. Aber logisch ist, dass wir auf jeden Fall immer bestimmte Maßnahmen weiter halten müssen und die Mindestmaßnahmen, die wir bis der Impfstoff uns weiter hilft haben müssen, sind natürlich die Einhaltung dieser AHA-plus-L-Regeln. Das ist ganz, ganz klar. Das ist ein Grundpfeiler, den wir sicher in den nächsten Monaten nicht verlassen werden. Und wie weit dann zusätzliche Kontaktbeschränkungen stattfinden, das sind Entscheidungen, die anhand örtlicher Infektionen geschehen, entschieden werden und getroffen werden.“