In den vergangenen Jahren war der »Black Friday« laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) das größte Shopping-Ereignis des Jahres. Der Tag der Rabatte, mit der der Handel in Amerika das Weihnachtsgeschäft einläuten will, wurde auch hierzulande zu einer exzessiven Konsumparty: Scharen von Kunden zogen in die Innenstädte, angezogen von zahlreichen Aktionen, um dann vor allem massenhaft Mode, Schuhe und Kosmetikprodukte zu kaufen.

Dieses Jahr könnte das anders werden: Die Kunden konzentrieren sich laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK viel stärker auf Produkte für das Leben und Arbeiten Zuhause. »Viele Verbraucher befinden sich bereits im Lockdown oder erwarten ihn«, so GfK-Experte Norbert Herzog. In diesem Jahr stünden deshalb vor allem Computer und IT-Ausstattung für das (Heim-)Büro hoch im Kurs, ebenso Waschmaschinen und Küchenmixer sowie Putzmittel und Fitnessgeräte. »Covid-19 hat dazu geführt, dass sich die Kaufabsichten von ›Möchte ich haben‹ zu ›Muss ich haben‹ verschoben haben«, sagt Herzog.

Außerdem dürften die Verbraucher dieses Jahr weniger die Innenstädte fluten, sondern mehr online kaufen. Der Trend zum Online-Shopping habe sich auch nach dem Lockdown fortgesetzt. Die Händler und Marken müssten auch online »die attraktivsten Preise und Werbeaktionen anbieten, um mit der Konkurrenz mithalten zu können«, sagt Herzog.

Auch laut einer Umfrage des Zahlungsdienstleisters Klarna beflügelt Corona den Online-Handel: Demnach gehen 37 Prozent der Befragten davon aus, dass sie den »Black Friday« stärker online nutzen aufgrund der Pandemie. Im Schnitt planten 43 Prozent der Deutschen Elektronikartikel einzukaufen. Darauf folgen Bekleidung und Schuhe mit 37 Prozent und Entertainment-Produkte mit 22 Prozent. Im Durchschnitt plane jeder 219 Euro auszugeben.

Für den Handel entscheidend

Die Rabattaktion fällt dieses Jahr auf Freitag, den 27. November. Der »Black Friday« ist in vielen Geschäften in Nordamerika und Europa die…