Behandlungsversagen
WHO warnt vor Resistenzen gegen Malaria-Medikamente

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Resistenzen von Malaria-Erregern gegen Medikamente in einigen asiatischen Ländern. Foto: Narong Sangnak/EPA/dpa

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Im Kampf gegen Malaria gibt es ein großes Problem: Bei einigen Erregern schlagen die Medikamente nicht mehr an.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Resistenzen von Malaria-Erregern gegen Medikamente in einigen asiatischen Ländern.

Zwar sei die Behandlung gegen den Erreger Plasmodium falciparum, der die besonders gefährliche Malaria tropica verursacht, in den vergangenen zehn Jahren weitgehend wirksam gewesen, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Doch in vier Ländern im Einzugsgebiet des Mekong – Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam – habe es «hohe Raten an Behandlungsversagen» bei einigen Artemisinin-Kombitherapien (ACT) gegeben. ACTs sind Präparate, die auf dem Pflanzenstoff Artemisinin basieren.

Allerdings gebe es noch immer ACTs, die den Erreger in diesen asiatischen Ländern effektiv bekämpfen könnten, hieß es. In Afrika war die Wirksamkeit von ACTs in den vergangenen zehn Jahren demnach sehr hoch.