Donald Trump stimmt sich nach wie vor gegen die Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl: Vertreter seines Wahlkampfteams beantragten in zwei Wahlkreisen in Wisconsin eine Neuauszählung der Stimmen.

Die vorgeschriebene Gebühr von in diesem Fall drei Millionen Dollar habe man geleistet. In dem Antrag geht es um die Kreise Milwaukee und Dane, in denen überwiegend Demokraten wohnen. Dort seien Briefwahlzettel falsch ausgegeben und bearbeitet worden, hieß es. Zudem seien die Gesetze zur Feststellung der Personalien ausgehebelt worden. In den USA gibt es keine Personalausweise.

Dem Datenanbieter Edison Research zufolge gewann in Wisconsin der Demokrat Joe Biden mit etwa 200.000 Stimmen oder 0,7 Prozentpunkte. Der Bundesstaat im Mittelwesten der USA hat etwa 5,8 Millionen Einwohner – etwas weniger als Hessen – und stellt zehn Wahlleute.

Nach dem bisherigen Stand der Präsidentenwahl führt Biden vor Trump mit insgesamt 306 zu 232 Wahlleuten. Der abgewählte Präsident und seine Gefolgsleute weigern sich bislang, Bidens Wahlsieg anzuerkennen. Dadurch ist die Übergabe der Regierungsgeschäfte, die traditionell bereits vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten beginnt, blockiert.

Icon: Der Spiegel