Sehen Sie im Video: Inzidenz bei 276,1 – so kann Schule in Corona-Zeiten funktionieren.

Der Lehrer Tobias Honnen ist zwar eigentlich gar nicht da. Aber dennoch in der achten Klasse der Alexander-Coppel-Gesamtschule in Solingen präsent. Über sein Tablet und mittels Videoschalte hält er Kontakt zu seinen Schülern. Und leitet so den Unterricht. Eigentlich ist Honnen in häuslichen Quarantäne. Ein Schüler, der bei ihm im Sport hatte war, war positiv auf Corona getestet worden. Dank der Tablet-Lösung muss Honnen nun keinen Unterricht ausfallen lassen. In Zeiten von Corona, müssen sich alle Beteiligten in der Schule viel einfallen lassen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Schulleiter Andreas Tempel würde sich wünschen, zwischen Präsenz- und Digitalunterricht wechseln zu können: „Und ich glaube, man kann präventiv was tun, nämlich versuchen, die Welle, die in Solingen auch ist wie im restlichen Bundesgebiet, zu brechen. Da wäre es gut, das vorsorglich zu machen, aber mindestens wenn man einen bestimmten Inzidenzwert hat, einzuführen, dass eine Hälfte in der Schule ist, die andere Hälfte zu Hause digital lernen – entweder zugeschaltet oder digital mit Aufgaben, um entzerren zu können, um in den Klassen mehr Platz zu haben. So hocken alle aufeinander.“ Die Stadt Solingen hatte zur Bekämpfung der Pandemie angekündigt, dass wechselweise eine Hälfte einer Klasse im Präsenz-, die andere Hälfte daheim im Distanzunterricht lernen soll. Die NRW-Landesregierung hatte dem allerdings eine Absage erteilt. Auch viele Schüler – wie diese Zehntklässler – haben dafür kein Verständnis: „Ich persönlich fände es, glaube ich, gut, weil dann, selbst wenn es dann in der einen Hälfte einen Schüler gab, der dann in Quarantäne gesteckt wird, kann die andere Hälfte immer noch vernünftig zur Schule gehen und die andere kann halt immer noch per Video sich dazusetzen.“ „Man sollte ja den einen Meter Abstand halten. Mindestens einen Meter. Den kriegt man jetzt zum Beispiel in…