„Ich freue mich, das Ende der elften Epidemie des Ebola-Virus in der Provinz Equateur feierlich zu verkünden“, sagte Gesundheitsminister Eteni Longondo (Artikelbild) auf einer Pressekonferenz. Er führte den Erfolg auf die Verfügbarkeit von Impfstoffen und Behandlungen sowie darauf zurück, dass Versorgungszentren näher an die Ortschaften herangerückt wurden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bei dem jüngsten Ausbruch im Nordwesten der Demokratischen Republik Kongo seit Juni 55 Menschen. Insgesamt wurden 119 Fälle registriert. 

Technik kann weiter genutzt werden

Mediziner impften etwa 40.000 Menschen in Gemeinden, die über die Regenwälder verstreut sind, in denen es oft an Elektrizität mangelt. Sie nutzten dabei moderne Technologie, um die Impfstoffe bei Temperaturen von bis zu minus 80 Grad Celsius zu halten, wie die WHO erklärte. „Die Technologie, die verwendet wird, um den Ebola-Impfstoff bei super-kalten Temperaturen zu halten, wird hilfreich sein, wenn ein COVID-19-Impfstoff nach Afrika gebracht wird“, sagte die Afrika-Direktorin der WHO, Matshidiso Moeti.

Matshidiso Moeti, die WHO-Afrika-Direktorin, zeigte sich zufrieden mit den Entwicklungen im Kongo (Archivbild)

Auch die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) begrüßte die Entwicklung. Das Rote Kreuz unterstützte den Ebola-Einsatz in Equateur mit 1000 Freiwilligen. Zugleich warnte die Organisation: „Die heutige Ankündigung ist nicht das Ende der humanitären Herausforderungen, vor denen das Land steht.“ Zur Corona-Pandemie kämen „langfristige Wirtschafts- und Sicherheitsfragen“ hinzu.

Seit 1976 elf Ebola-Ausbrüche

Seit das Virus 1976 in der Nähe des Ebola-Flusses entdeckt wurde, gab es im Kongo bereits elf Ebola-Ausbrüche – mehr als doppelt so viele wie in jedem anderen Land. Seine Regenwälder sind ein natürliches Reservoir für das Virus, das schweres Erbrechen und Durchfall verursacht und durch den Kontakt mit…