Israel und Bahrain planen, bis Jahresende die Eröffnung von Botschaften in dem jeweils anderen Land. Dies kündigte Israels Außenminister Gabi Aschkenasi in Jerusalem an. Beim ersten Besuch eines bahrainischen Außenministers in Israel sagte er: „Die Region hat zu viele Konflikte und Kriege erlebt. Es ist Zeit für Frieden.“

Sein bahrainischer Kollege Abdullatif bin Raschid al-Sajani sagte, Aschkenasi wolle im Dezember in Bahrain an einem regionalen Sicherheitsforum teilnehmen. In beiden Ländern gebe es den klaren Willen, die Zusammenarbeit funktionieren zu lassen. Al-Sajani zufolge soll freies Reisen zwischen Bahrain und Israel ab dem 1. Dezember über eine elektronisches Visasystem erleichtert werden.

Bahrain will Zwei-Staaten-Lösung

Vor einem Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Außenminister Mike Pompeo, der an den Gesprächen in Israel beteiligt ist, rief Al-Sajani zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit den Palästinensern auf. Er bekräftigte zugleich Bahrains Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung mit den Palästinensern. 

Der Außenminister von Bahrain Abdullatif bin Raschid al-Sajani unterstützt die Zwei-Staaten-Lösung

Netanjahu unterstrich mit Blick auf die Abkommen mit Bahrain, es würden Brücken des Friedens gebaut, über die in Zukunft noch viele gehen würden. Pompeo sagte, die Vereinbarungen zeigten „bösartigen Akteuren wie dem Iran, dass ihr Einfluss schrumpft und sie immer stärker isoliert sind“. Die USA hatten bei der Annäherung der Länder vermittelt. 

Pompeo sorgt für Empörung

Die weiteren Besuchspläne des US-Außenministers führten bei den Palästinensern zu Empörung. Sie protestierten, weil Pompeo laut Medienberichten als erster US-Außenminister eine jüdische Siedlung im von Israel besetzten Westjordanland besuchen will. Generell sorgt Washingtons Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels bei den Palästinensern für Unmut. Auch Pompeos Äußerungen, denen zufolge…