Gegen die Rezession
EU-Kommission: «Coronahilfen nicht zu früh zurückfahren»

EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

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Gegen die tiefe Rezession sollen die EU-Staaten alle Instrumente nutzen, sagt die EU-Kommission. Dafür sollen vorübergehend auch Löcher in der Staatskasse in Kauf genommen werden. Allerdings in Maßen.

Wirtschaft stützen, investieren, Jobs schaffen: Wegen der dramatischen Corona-Krise hat die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten ausdrücklich aufgefordert, ihre Krisenprogramme keinesfalls zu früh zurückzufahren.

Auch 2021 müsse die Wirtschafts- und Finanzpolitik «unterstützend» bleiben, sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis zur Herbst-Wirtschaftsanalyse. Trotzdem müssten die Regierungen die Verschuldung im Blick behalten.

Die EU-Kommission prüft regelmäßig im Herbst die Haushaltsentwürfe der Mitgliedsstaaten und gibt wirtschaftspolitische Empfehlungen. Dieses «Europäisches Semester» genannte Verfahren soll zu einer einheitlicheren Wirtschaftspolitik vor allem in der Eurozone führen. Wegen Corona ist diesmal vieles anders. Das Wichtigste aus dem dicken Bündel von Ergebnissen im Überblick: