Kurz vor Beginn der weihnachtlichen Paketflut überlegen Paketdienste, wie sich der Infektionsschutz erhöhen lässt. Ein entsprechendes Pilotprojekt des Branchenriesen DHL ist nun in Berlin gestartet.

Dort können Kunden ihre Sendungen ab sofort zu sogenannten Paketbussen bringen oder dort entgegennehmen. Fünf Busse stehen seit Mittwoch in verschiedenen Bezirken bereit, weitere fünf sollen in den nächsten Tagen folgen.

Auch die Konkurrenten des Marktführers wollen den Infektionsschutz in der Weihnachtszeit sicherstellen. Kunden hätten sich zu Beispiel daran gewöhnt, Pakete ohne Unterschrift entgegenzunehmen, teilte der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) mit, der die Unternehmen DPD, GLS, GO!, Hermes und UPS vertritt. Dies trage dazu bei, Ansteckungen vorzubeugen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben Paketboten noch mehr zu tun als zuvor. Neben Berufen wie Pflegern und Polizisten leisteten auch die Zusteller einen wichtigen Job für die Gemeinschaft, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bei der Vorstellung eines Paketbusses in Neukölln.

Weil die Deutschen immer mehr online kaufen, wächst seit Langem die Zahl der Pakete – besonders auch zur Weihnachtszeit. Bundesweit sind dann tausende zusätzliche Arbeitskräfte im Einsatz. Sie müssen nach BIEK-Prognose im November und Dezember etwa 420 Millionen Pakete zustellen, ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum.

Eine reibungslose Zustellung sei sichergestellt, teilte der Verband mit. Dennoch laute der Rat an die Kunden: Pakete lieber früher verschicken als gewöhnlich. Denn nicht alle dürften nach ein oder zwei Tagen ankommen.

An den Paketbussen können die Berliner ihre Sendungen noch bis Mitte Januar abholen und aufgeben. Die Pakete müssen schon frankiert sein. Die gelb lackierten Fahrzeuge hat die Deutsche Post DHL Group bei einer Tochter der Deutschen Bahn gemietet, die Stadtrundfahrten in Berlin anbietet. Da zurzeit kaum Touristen in die Hauptstadt kommen, waren die Busse…