Mogens Jensen
Skandal um Massentötung von Nerzen wegen Corona: dänischer Minister tritt zurück

Der dänische Ernährungsminister Mogens Jensen

© Emil Helms/ / Picture Alliance

Wegen eines Ausbruchs einer Coronavirus-Mutation bei Nerzen im Norden Dänemarks wurden Millionen der Tiere notgeschlachtet. Doch: Es gab zu Beginn keine Rechtsgrundlage. Nun trat der zuständige Minister nach tagelangem Druck zurück.

Die Meldung ging um die Welt: Auf dänischen Nerzfarmen im Norden des Landes wurden bei Tieren eine Mutation des Coronavirus festgestellt. Bei mehr als 200 Menschen in Dänemark sind mit Nerzen in Verbindung stehende Virusvarianten nachgewiesen worden. Bei einer davon – der sogenannten Cluster-5-Variante – befürchtet das dänische Gesundheitsinstitut SSI, dass sie Auswirkungen auf die Wirkung künftiger Corona-Impfstoffe haben könnte. Sie ist bislang bei zwölf Menschen in der Region Nordjütland nachgewiesen worden, weshalb die Regierung für Großteile der Region strenge Corona-Maßnahmen erließ.

Eine weitere harte Maßnahme: Die Regierung hatte am 4. November angekündigt, alle Nerze im Land töten zu wollen. Es handelt sich um mehrere Millionen Tiere, deren Felle unter anderem für Pelzmäntel verwendet werden. Für Tiere ohne bisherigen Corona-Fall in ihren Farmen oder im Umkreis außerhalb von 7,8 Kilometern um solche Farmen gab es jedoch bislang keine Gesetzesgrundlage. Das führte zur „Nerzkrise“…