Der Rückgang ist zwar hauchdünn, aber dennoch historisch bedeutsam. Im vergangenen Jahr sind die Emissionen in den 20 größten Volkswirtschaften der Welt leicht zurückgegangen – um 0,1 Prozent, zeigt der aktuelle »Climate Transparency-Report« der internationalen gleichnamigen Initiative »Climate Transparency“. In den Jahren zuvor waren die Emissionen laut dem Bericht immer weiter gestiegen. Allein im Jahr 2018 um 1,9 Prozent.

Climate Transparency wird unter anderem von der Weltbank und vom Bundesumweltministerium unterstützt. Der Bericht stellt seit 2015 jedes Jahr dar, wie die G20-Staaten im Klimaschutz vorankommen. Zu dem Staatenverbund gehören: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei, die USA und die Europäische Union. Die Länder sind für 80 Prozent des Treibhausgas-Ausstoßes verantwortlich.

Der aktuelle Trend zu weniger Emissionen könnte sich jedoch schon bald wieder umkehren, warnen die Verfasser des Reports. Denn milliardenschwere Konjunkturpakete, die die Wirtschaft in der Coronakrise wieder ankurbeln sollen, orientieren sich kaum an Nachhaltigkeit. In vielen Ländern gehören laut dem Report fossile Energien zu den Profiteuren:

So unterstützten zehn der Staaten den Kohle- und Gassektor

15 Länder fördern Fluggesellschaften, nur eines dieser Länder koppelte die Hilfen an Klimaauflagen: Frankreich.

Sieben Länder haben Gelder für die Autoindustrie zur Verfügung gestellt, nur Frankreich und Deutschland machten im Gegenzug Vorgaben beim Klimaschutz.

Die Subventionen könnten die Fortschritte im Klimaschutz unterlaufen, schreiben die Verfasser des Berichts. Dabei hatten mehrere Länder erklärt, in den kommenden Jahrzehnten klimaneutral werden zu wollen.

Deutschland verfehlt Kurs auf 1,5-Grad-Ziel

Jüngst sprachen sich auch die EU-Kommission und das EU-Parlament für ein ehrgeizigeres Klimaziel aus. Demnach…