Die Polizei löst die Kundgebung gegen das Infektionsschutzgesetz im Berliner Regierungsviertel auf. Das teilte die Behörde per Twitter mit. Sie forderte die Teilnehmer auf, den Versammlungsort zu verlassen. Viele Demonstranten trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und verstießen damit gegen Auflagen.

Die Polizei setzte auch Wasserwerfer ein. Die Einsatzkräfte begannen mit dem Besprühen der Menschen, nachdem diese mehrfach zum Gehen aufgefordert worden waren. Auch Tränengas wurde offenbar eingesetzt. Demonstranten schrien und pfiffen mit Trillerpfeifen. Es herrschte zum Teil eine aggressive Stimmung.

Die Kundgebung fand vor der Abstimmung im Bundestag über das neue Infektionsschutzgesetz statt. »Die Versammlung auf der Straße des 17. Juni wurde vom Versammlungsleiter um 12:06 Uhr für beendet erklärt«, twitterte die Polizei. Ein Sprecher verwies zudem auf eine Auflösungsaufforderung durch die Beamten, die den Bereich am Brandenburger Tor betreffe. Hintergrund seien Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Weiter hieß es von der Behörde: »Da die ehemaligen Teilnehmenden der Versammlung in Höhe Platz des 18. März der Verpflichtung, den Ort zu verlassen, nicht nachkamen, wurden die Menschen soeben von unseren Wasserwerfern beregnet.«

Die Polizei meldete außerdem, dass es bei den Protesten zu Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen sei. »Unsere Kollegen wurden mit Flaschen, Steinen und Böllern beworfen sowie mit Pfefferspray angegriffen«, hieß es in einem weiteren Tweet. Die Beamten hätten körperlichen Zwang und Pfefferspray eingesetzt und einige Angreifer festgenommen. Zahlen wurden nicht genannt.

Schon am Morgen hatten sich Demonstranten rund um das abgesperrte Reichstagsgebäude und den davorliegenden Platz der Republik versammelt. Die Stimmung war zunächst ruhig, sagte ein Polizeisprecher. Auch am Brandenburger Tor fanden sich Demonstrierende ein. Auf Bildern und Videos waren jedoch zahlreiche Menschen zu sehen, die sich nicht an Auflagen wie das…