In Deutschland waren nach Beginn der Corona-Pandemie manche Supermarktregale wie leergefegt: Wochenlang gab es kaum Toilettenpapier oder Seife zu kaufen, auch Nudeln und Konserven waren Mangelware. Viele Menschen waren in Panik und bunkerten, was sie konnten: Das Wort „hamstern“ war auch in den Medien omnipräsent.  

„Hamsterfahrten“ aufs Land

Das undatierte Foto aus den 1940er Jahren zeigt verzweifelte Städter auf dem Weg aufs Land — zum Hamstern

Panikkäufe gab es in Deutschland schon vor über 100 Jahren. In Erwartung des Ersten Weltkriegs kauften die Menschen vor allem haltbare Lebensmittel, weit über ihren Bedarf hinaus. Und nach dem Zweiten Weltkrieg machten die Städter massenhaft per Zug, zu Fuß oder mit dem Rad sogenannte „Hamsterfahrten“ aufs Land.

Anders als in der Corona-Pandemie 2020 ging es damals nicht um vorsorgliche Lagerhaltung, sondern ums nackte Überleben: Die Menschen tauschten bei den Bauern Wertgegenstände wie Schmuck, Kleidung  und Haushaltsgegenstände gegen Kartoffeln, Speck, Obst und Gemüse. 

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