US-Soldaten im Ausland
Trump drückt bei Truppenabzug aufs Tempo

Donald Trump versprach bereits im Wahlkampf 2016, US-Truppen aus Ländern wie Afghanistan nach Hause zu holen. Nun, da seine Tage im Weißen Haus gezählt sind, strengt er offenbar an, am Ende zumindest annähernd Wort gehalten zu haben. Führende Republikaner warnen.

Der amtierende US-Präsident Donald Trump will vor dem Ende seiner Amtszeit im Januar nach übereinstimmenden Medienberichten die Zahl der US-Truppen im Ausland weiter reduzieren.

Kommandeure bereiteten sich auf einen Befehl vor, die Zahl der Soldaten in Afghanistan bis zum 15. Januar von derzeit rund 4500 auf etwa 2500 zu reduzieren, berichtete der Sender CNN am Montag, bevor weitere Medien nachzogen. Das Weiße Haus verwies auf Anfrage auf das Pentagon. Auch dort gab es zunächst keine Bestätigung für die Berichte. Führende Republikaner im US-Kongress warnten vor vorschnellen Aktionen.

Trumps Amtszeit endet am 20. Januar. Aus der Präsidentenwahl am 3. November war der Demokrat Joe Biden als Sieger hervorgegangen.

Den Berichten zufolge wird erwartet, dass Trump auch weitere Einschnitte bei den Soldaten im Irak befehligen dürfte. Dort sind nach CNN-Angaben noch 3000 US-Soldaten im Einsatz. Trump hatte bereits im September eine Reduzierung der Truppenstärke im Irak von 5200 auf 2000 Mann in Aussicht…