Nach massiver Kritik
Waffen-Affäre: Innenminister Caffier tritt zurück

Lorenz Caffier (CDU), Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, tritt zurück. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister stürzt über den Kauf einer Pistole Anfang 2018. Er hatte sie bei einem Waffenhändler gekauft, der später unter Extremismus-Verdacht geriet.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ist wegen eines Waffenkaufs Anfang 2018 bei einem mutmaßlichen Rechtsextremisten zurückgetreten.

«Ich habe eine Waffe bei jemanden erworben, bei dem ich sie aus der heutigen Sicht nicht hätte erwerben dürfen. Aber: Nicht der Erwerb war ein Fehler, sondern mein Umgang damit. Dafür entschuldige ich mich», heißt es in einer persönlichen Erklärung des Ministers vom Dienstag. «Ich trete daher als Minister für Inneres und Europa mit Ablauf des heutigen Tages zurück.» Caffier war 14 Jahre Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern und ist damit der dienstälteste Innenminister Deutschlands.

Nach Darstellung Caffiers gab es erst im Mai 2019 belastbare Hinweise auf rechtsextremes Gedankengut bei dem Waffenhändler. Als er die Waffe Anfang 2018 privat kaufte, hätten weder dem Innenministerium noch dem Landeskriminalamt (LKA), dem Landesamt für…