Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) muss sich einen neuen Innenminister suchen. Lorenz Caffier tritt zurück. Der CDU-Politiker zieht damit die Konsequenzen aus dem Kauf einer Waffe bei einem Händler aus dem mutmaßlichen Umfeld der rechtsextremen Gruppe »Nordkreuz«.

»Ich muss erkennen, dass ich in dieser Situation nicht mehr die nötige Autorität besitze, um das Amt des Innenministers mit ganzer Kraft bis zum September 2021 ausüben zu können«, heißt es in der Erklärung. »Ich trete daher als Minister für Inneres und Europa mit Ablauf des heutigen Tages zurück.«

»Ich habe eine Waffe bei jemanden erworben, bei dem ich sie aus der heutigen Sicht nicht hätte erwerben dürfen. Aber: Nicht der Erwerb war ein Fehler, sondern mein Umgang damit. Dafür entschuldige ich mich«, heißt es in der Erklärung.

Es verletze ihn zutiefst und sei eine extrem große Belastung, »dass in der Berichterstattung irgendeine Nähe zu rechten Kreisen suggeriert wird«. Caffier wies diesen Vorwurf erneut zurück, er sei »schlicht absurd«.

Icon: Der Spiegel