Die erhöhten staatlichen Kaufanreize für Elektroautos sollen nach Plänen der großen Koalition über das Ende des kommenden Jahres hinaus verlängert werden. Die „Innovationsprämie“ solle bis 2025 fortgesetzt werden, sagte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) bereits vor dem virtuellen „Autogipfel“ mit Kanzlerin Angela Merkel und Vertretern der Autobranche. Hierfür solle bis zu eine Milliarde Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.  Insgesamt stelle die Bundesregierung rund fünf Milliarden Euro für die Autoindustrie zur Verfügung, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Die bestehende Kaufprämie für E-Autos (Umweltbonus) war über eine „Innovationsprämie“ deutlich erhöht worden. Dafür verdoppelt der Bund seinen Anteil am Bonus, der eigentlich je zur Hälfte aus Steuergeld und von Herstellern gezahlt wird.

Ein „ganz wichtiger Schritt“

Eigentlich sollte diese besondere Unterstützung Ende 2021 auslaufen, weil sie die Konjunktur in der Corona-Krise ankurbeln sollte. Doch die erhöhte E-Auto-Förderung habe zu einem „erkennbaren Sinneswandel bei Verbrauchern und Herstellern geführt“, sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans der Deutschen Presse-Agentur. Die Regierung müsse nun für Kontinuität sorgen durch die Verlängerung der Prämie, aber auch den Ausbau von Ladekapazitäten und die Fertigung von Batteriezellen. CSU-Chef Markus Söder sagte, eine Verlängerung der Prämie sei ein „ganz wichtiger Schritt“, der Arbeitsplätzen und dem Klima helfe.

Elektroauto an der Ladesäule (Archiv)

Wie Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte, soll außerdem ein Abwrackprogramm für alte Lastwagen kommen, um den Umtausch älterer Fahrzeuge in Lkw modernster Euro-Schadstoffklassen zu fördern. Eine Milliarde Euro zusätzlich soll nach Angaben von Wirtschaftsminister Altmaier in einen „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ fließen, um den Wandel längerfristig zu unterstützen.

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