DFB-Elf
Der Fußball geht in der Corona-Pandemie volles Risiko ein – das kann schiefgehen

DFB-Elf im Spiel gegen die Ukraine

© Robert Michael / DPA

von Tim Schulze
16.11.2020, 18:47 Uhr

Trotz der fünf Corona-Infektionsfälle im ukrainischen Team fand das Spiel gegen die DFB-Elf in Leipzig statt. Das war hochriskant, auch weil das einst hochgelobte Hygiene-Konzept offenbar mehr als löchrig ist.

Die Aussagen der Spieler und von Bundestrainer Joachim Löw klangen fast ein wenig entschuldigend. Die DFB-Elf hatte gerade die Ukraine im Leipziger Zentralstadion mit 3:1 geschlagen, da richteten sich die Fragen der Reporter nicht nur auf den sportlichen Erfolg, sondern vor allem auf die Tatsache, dass das Spiel überhaupt stattgefunden hatte. „Grundsätzlich kann ich die Sorgen und Gedanken der Menschen nachvollziehen“, sagte Löw zum Beispiel, aber er sei „eigentlich der falsche Ansprechpartner“. Torschütze Leroy Sané wurde nachdenklich: „Wenn man so etwas hört, denkt man an die Familie und daran, dass man sich selbst anstecken kann. Im Endeffekt ist es am wichtigsten, dass alle gesund bleiben“.

Natürlich ging es um die Corona-Pandemie und die Frage, ob das Spiel überhaupt hätte stattfinden dürfen. Vier ukrainische Spieler und ein Mitarbeiter…