Normalität ist momentan ein Fremdwort. Der Spielbetrieb ruht. Auch auf der Facebook-Seite des FC Hennef 05, dem Tabellenführer der Mittelrheinliga, geht es anders als normalerweise zu. Statt von Toren, Siegen und Niederlagen liest man Danksagungen an Partner, die in der aktuellen Situation helfen. Oder es gibt Statements zum aktuellen Corona-Lockdown. Und dann ist da noch das Video mit der lokalen Musikgröße Björn Heuser, der normalerweise bei Heimspielen des 1. FC Köln vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion singt. Titel: „Zweite Woche Lockdown, aber wir lassen uns nicht unterkriegen.“ „Lockdown“, „weitermachen“, „nicht unterkriegen lassen“ – diese Sprache hat gerade im Amateurfußball Hochkonjunktur.

Dass der Sport derzeit ruht, bedeutet, dass neben den Spielen von der Jugend bis zur ersten Mannschaft auch das Training ausfallen muss. Die von der Regierung erlassenen Maßnahmen machen Team-Training im ganzen Land aktuell unmöglich. „Für unsere Kinder und Jugendlichen ist das eine Katastrophe“, sagte Michael Pütz, Leiter des Nachwuchszentrums beim Fünftligisten, dem „Rhein-Sieg-Anzeiger“ und fordert ein Umdenken der Politik bezüglich der Trainingsmöglichkeiten, notfalls auch mit Einschränkungen: „Die Umkleidekabinen könnten geschlossen bleiben und zur Not würden wir auch wieder kontaktloses Training anbieten – so wie zu Beginn der Pandemie.“ 

Numic: Sehe bis März keinen Spielbetrieb

Kompromissbereitschaft seitens der Vereine scheint nahezu überall vorhanden: hauptsache kein Stillstand, der Tausende von Amateurklubs bedroht. Die Situation ist überall ähnlich wie in Hennef. So auch in Berlin beim SV Tasmania, dem Nachfolgeverein des berühmten SC Tasmania 1900 Berlin, der in der Bundesliga-Saison 1965/66 mit nur acht Punkten und einem Torverhältnis von 15:108 das bis heute schlechteste Abschneiden in der deutschen Eliteliga hinlegte.

„Unsere erste Mannschaft befindet sich derzeit im privat organisierten Einzeltraining“, sagt der 1….