Am Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten der Bundesländer in einer Videokonferenz eine Zwischenbilanz der Ende November beschlossenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ziehen. Derzeit gibt es keine greifbaren Anzeichen für eine Lockerung der Einschränkungen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte der „Bild am Sonntag“, zur Zwischenbilanz des derzeitigen Teil-Lockdowns gehöre, „dass die Infektionszahlen nach wie vor viel zu hoch sind“.

Der CDU-Politiker sagte, die aktuellen Zahlen seien sehr viel höher sogar als vor zwei Wochen. „Trotz aller Anstrengungen ist eine Wende zum Besseren noch nicht erreicht,“ so Altmaier. Für das Öffnen von Restaurants und Kinos sieht der Minister aktuell „wenig Spielraum“. Ziel müsse es sein, die Infektionswelle nachhaltig zu brechen. „Einen Jo-Jo-Shutdown mit ständigem Öffnen und Schließen der Wirtschaft können wir uns nicht leisten.“

Der Wirtschaftsminister rechnet damit, dass sich die Deutschen noch weit über den Dezember hinaus einschränken müssen. „Wir werden zumindest in den nächsten vier bis fünf Monaten mit erheblichen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen leben müssen“, sagte er. Auch Merkel bekräftigte ihre Mahnungen: In ihrem Video-Podcast sagte sie, „der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen.“ Das Virus werde noch eine ganze Weile „unser Leben bestimmen“.

Skeptische Töne: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Viele Fragen beim Infektionsgeschehen

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland 16.947 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 5514 Fälle weniger als noch am Tag zuvor mit 22.461 neu gemeldeten Fällen. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil weniger getestet wird. Im Vergleich zum Sonntag vor einer Woche mit 16.017 Fällen ist die aktuelle Zahl etwas höher.

Unter dem Strich ist eine klare…