Eine Tür öffnet sich, hindurch geht Lady Di. Draußen empfängt sie das Blitzlichtgewitter der Fotografen. Diese in den Trailer zur vierten Staffel der Netflix-Serie „The Crown“ integrierte Szene trägt den vielversprechenden Titel „Veränderung“. Eine Veränderung, die auch die untergelegte Musik andeutet. Nach einem langen instrumentalen Intro ertönen die Zeilen „I am the son and the heir of a shyness that is criminally vulgar“ (auf Deutsch in etwa: „Ich bin der Sohn und der Erbe einer Schüchternheit, die verbrecherisch ordinär ist“) aus dem The Smiths Song „How Soon is Now“ von 1984. In der Trailer-Version von AG Ft. Dresage werden die Zeilen von einer weiblichen Stimme gesungen. 

Und das passt: Denn die Frauen stehen im Zentrum dieser neuen Staffel von „The Crown“, die an diesem Sonntag startet. Dass es darin nicht mehr nur um die englische Queen und ihre Schwester Prinzessin Margaret gehen wird, hat der Trailer bereits deutlich gemacht. Er setzt ein mit einem Schlagabtausch zwischen der „Älteren“ Margaret Thatcher und der um wenige Monate jüngeren Queen Elizabeth. Selbstbewusst bekundet die später als „Eiserne Lady“ in die Geschichtsbücher eingegangene, gerade zur Premierministerin gewählte Thatcher in diesem Gespräch, dass ein harmonisches Verhältnis zur Queen nicht ihr oberstes Ziel sein würde. 

Darum geht es in den Staffeln 1 bis 4

„The Crown“ ist ein Projekt, das sich dem Leben und Wirken der britischen Königin Queen Elizabeth II widmet und auf insgesamt sechs Staffeln ausgelegt ist. Staffel 4 umspannt die Jahre von 1979 bis 1990. Es sind die Thatcher-Jahre im Vereinigten Königreich – Wendejahre in der einst so bedeutenden Nation. Zum ersten Mal bekleidet eine Frau das Amt der Premierministerin und diese regiert schonungslos. Ihre Wirtschaftsreform führt zu sozialen Unruhen und Millionen Arbeitslosen im Land. Im nordirischen Konflikt fällt ein Angehöriger des Königshauses einem Anschlag der katholischen Untergrundorganisation IRA zum Opfer…