„Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm von Deinen Plänen“, schrieb der französische Mathematiker Blaise Pascal im 17. Jahrhundert. Pascal muss Immobilienbesitzer gewesen sein. Das würde auch seinen frühen Tod mit 39 Jahren erklären. Sie merken schon, ich neige offenbar zum November-Fatalismus, aber der pascalsche Kern der Erkenntnis ist: Eine Immobilie, ob Haus oder Eigentumswohnung, hält Überraschungen bereit, gegen die sind die Plot-Twists in „Game of Thrones“ zum Gähnen.

Aber der Reihe nach: Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich nicht in dem Haus, das wir vor sieben Jahren gekauft haben. Auch nicht in der Redaktion (danke, Corona). Sondern im Haus einer im Frühjahr verstorbenen Nachbarin, draußen hüpft ein Eichhörnchen mit Eicheln vorbei, und wenn ich das Fenster aufmache, höre ich das dunkle Knurren eines Stemmhammers. Damit befreien Handwerker gerade in unserem Haus nebenan die Wände von verschimmeltem Putz. Ein Wasserschaden (Sie interessiert die ganze Geschichte? Bitte sehr, hier entlang), alles musste raus (auch wir, für drei Monate), vom aufgeweichten Parkett runter bis zur nackten Betonsohle.