Die Augen der Welt richten sich auf Donald Trump, Joe Biden und den Wahlstreit. Für Liebhaber politischer Machtspiele in Washington ist ein anderes Thema aber mindestens genauso interessant.

Wer bringt sich bei den Republikanern für die Nachfolge Donald Trumps für die Wahl 2024 in Stellung? Und: Wie werden sie in der Partei den Alten und seinen Clan los, sobald er das Weiße Haus verlassen hat?

Die Erbschleicher lauern schon. Trumps bisherigem Vizepräsidenten Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo wird nachgesagt, dass sie sich auf eine mögliche Präsidentschaftskandidatur 2024 Hoffnungen machen.

Beide Politiker taktieren derzeit extrem vorsichtig, in dieser Zwischenphase will sich offenkundig keiner von ihnen einen Fehler erlauben. Trumps Weigerung, den Ausgang der Wahl anzuerkennen, ist für sie eine heikle Angelegenheit.

Einerseits werden sie nur zu genau wissen, dass Trumps Versuche, die Wahl anzufechten, praktisch keine Aussichten auf Erfolg haben. Sie stoßen auch bei vielen Parteifreunden und Wählern auf Unverständnis. Andererseits müssen sie deutlich machen, dass sie Trump weiter unterstützen. Zumindest vorerst.