„Wir wissen alle, warum Joe Biden es so eilig hat, sich fälschlich als Sieger darzustellen, und warum seine Verbündeten in den Medien ihm helfen: Sie wollen nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommt“, erklärte Präsident Donald Trump kurz nach der US-Wahl. Ein vor vier Jahren undenkbarer Satz, über den sich heute niemand mehr wundert.

Niemand wundert sich darüber, dass Donald Trump sich die Wahlniederlage gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden scheinbar nicht eingesteht. Niemand in Washington fragt sich, wie es sein kann, dass Trump nicht die Größe hat, seinem Herausforderer zu gratulieren. „It is what it is“, sagen Beobachter, um einen Trump-Satz über die Corona-Pandemie zu bemühen.

Acht-Milliarden-Host Juan Moreno spricht mit Ralf Neukirch, SPIEGEL-Korrespondent in Washington, über die aktuelle Lage in den USA. Neukirch erklärt, warum die Legionen von Juristen, die sich derzeit nach und nach Niederlagen vor Gericht einfangen, nur vordergründig irrational handeln. Mit Blick auf das Rennen im Senat kann das Nach-Wahl-Getöse durchaus Sinn ergeben.

Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um Joe Biden. Wird Joe Biden seinem Ruf als Mann der Mitte gerecht werden können? Oder werden die Republikaner wie in der zweiten Amtszeit Obamas praktisch alles blockieren? Was kann man und was sollte die Welt von seiner Präsidentschaft erwarten? „Eines steht für mich fest“, stellt Washington-Korrespondent Ralf Neukirch klar, „es werden turbulente vier Jahre.“

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