Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat ein neues Rekordhoch erreicht. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 23.542 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Der bisherige Höchstwert hatte bei 23.399 Neuinfektionen gelegen und war am vergangenen Samstag vom RKI gezählt worden.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 751.095 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg demnach bundesweit auf 12.200 – dies waren 218 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 481.700.

Kritik an Gesundheitsminister Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat derweil Kritik auf sich gezogen wegen seiner Äußerungen zum Einsatz Corona-infizierter Pfleger. „Corona-Infizierte weiterarbeiten zu lassen, ist der politische Offenbarungseid“, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, in Berlin.

Besprechung von Ärzten und Pflegepersonal in der Notaufnahme des Uniklinikums Essen

Zum Abschluss des Deutschen Pflegetags hatte sich Spahn am Donnerstag zu möglichen Einsätzen von Beschäftigten des Gesundheitswesens in Kliniken oder Pflegeheimen geäußert, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn. „Wenn wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste.“ Dann könne es nötig sein, dass die Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Nach Medienberichten kam dies bereits vereinzelt in Deutschland vor.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Brysch forderte einen Strategiewechsel weg…